Wie beginne ich am Besten mit der Optimierung meiner Maschinen?

  • Beginnen Sie bei der Engpassmaschine, bei der Sie die höchste Erwartung haben.
    Auch in der Linie mit vielen Einzelmaschinen ist der Start an der Engpassmaschine die übliche Vorgehensweise. Wenn es in Ihrer Linie praktikabel ist können Sie trotzdem Einzelmaschinen über einen entsprechend gestalteten Stillstandskatalog mit erfassen. Der Weg von einer Maschine zur nächsten stellt sicher, dass Ihr Team nicht überfordert ist.
  • Sprechen Sie mit Ihren Maschinenführern – das Wissen über Probleme ist meist schon vorhanden.
    Beziehen Sie Ihre Maschinenführer und Bediener mit in die Diskussion ein. Sie wissen bereits ganz genau, was subjektiv die dringlichsten Themen sind. Damit helfen Sie das subjektive Empfinden objektiv messbar zu machen und machen die Stillstände lückenlos quantifizierbar.
  • Holen Sie die gesamte Mannschaft an Bord.
    Nur wenn das gesamte Team auf ein gemeinsames Ziel hin arbeitet wird das Projekt und der Prozess erfolgreich. Die Einführung von automatisierter Datenerfassung ist unter Umständen ein kontroverses Thema. Es muss dem Team unbedingt klar sein, warum die Optimierungsarbeit mit digitaler Unterstützung statt findet. Das Ziel ist die Kontrolle der Anlagen und das Erkennen von Optimierungspotenzialen im Produktionsprozess. Sie arbeiten gemeinsam im Team gegen den globalen Mitbewerb und nicht die Leitung gegen die Produktion.
  • Die Optimierungsarbeit ist ein Marathon, kein Sprint.
    Die Langfristigkeit liegt in der Natur des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Dabei ist es ganz gewollt, dass Sie laufend neue Erfahrungen machen und auch den Optimierungsprozess selbst stets weiter verbessern.
  • Perfektion nur als langfristiges Ziel.
    Erlegen Sie sich nicht selbst den Druck auf alles von der ersten Minute weg perfekt zu machen. Wichtig sind vor allem zwei Dinge: überhaupt zu starten und dann die nötige Ausdauer zu zeigen. Gerade am Beginn ist es nicht wichtig alle Eventualitäten die irgendwann auftreten könnten sofort zu berücksichtigen. In der Regel erreichen Sie mit Überspezifikation nur, dass Sie in endlosen Meetings die Zeit Ihres gesamten Projektteams verschwenden und letztendlich nur den Start immer weiter verzögern.
  • KISS – Keep it simple, stupid.
    Wenn Sie Schwierigkeiten bei der Definition des Störgrundkataloges haben gibt es einen sehr pragmatischen Ansatz. Definieren Sie nur die aus Ihrer Sicht wichtigsten zehn Gründe zum Beginn, wobei der zehnte Grund nur mit „Sonstiges“ betitelt ist. Sie werden in den folgenden Wochen schnell herausfinden, welche Themen noch Einzug in den permanenten Katalog finden sollten.

Weiterführende Informationen

Hilfestellung und Anreizezur Erstellung Ihres Störgrundkataloges finden Sie in unserem Störgrundkatalog How-To.

Erstellt mit freundlicher Unterstützung von

Heinz-Joachim Schulte
Spezialist bei Produktions-Störungen