Im Zentrum von vereinheitlichten Produktionskennzahlen steht das Kennzahlenmodell. Das folgende Referenzmodell erlaubt eine flexible Anpassung an individuelle Prozesse der Kundenindustrie.

Zeitstufenhierarchie als Kennzahlenbasis

Die Basis bildet die Zeitstufenhierarchie. Ausgehend von der Kalenderzeit bildet sie in mehren Stufen die Reduzierung bis zur reinen Maschinenarbeitszeit ab.

Grundsätzlich lassen sich bereits sehr gute Kennzahlen und Aussagen auf Basis der gesammelten Zustandszeiten machen.

Zur Berechnung von Geschwindigkeits- und Qualitätsverlusten – und damit der OEE – sind zusätzliche Ausbringungsinformationen der Maschine nötig (zB Stückzähler, Anzahl Schlechtteile).

In der praktischen Umsetzung wird die höchstmögliche Genauigkeit und damit seriöseste Aussagekraft angestrebt.

Letztendlich ist es eine simple Kosten-/Nutzen-Rechnung, ob zB eine OEE ohne Berücksichtigung von Qualitätsverlusten als nächstbeste Alternative verwendet wird.

Etablierte Produktionskennzahlen

Neben den nachfolgenden etablierten Produktionskennzahlen zählt vor allem eine Detailbetrachtung der ungeplanten Stillstände – inklusive ihrer eigenen Kennzahlen, wie zB MTBF, MTTR – zu den laufenden Kontrollmaßnahmen bei der Einführung von prädiktivem Produktivitätsmanagement.

OEE als zentrale Produktionskennzahl

Während manche Kennzahlen vorwiegend von einem bestimmten Bedarfsträger genutzt wird ist hat sich die OEE (englische Abkürzung von Overall Equipment Effectiveness, zu deutsch Gesamtanlageneffektivität, oder GAE) zu einer der zentralen Produktionskennzahlen für mehrere Bedarfsträger und Interessensgruppen herausentwickelt.

Die OEE ist die perfekte Kennzahl, um den Zusammenhangs zwischen Einhaltung Soll-Performance und Planung sicherzustellen und ist damit der ultimative Messgrad für die gesamte Team-Leistung.